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6. Juni 2007: Pressemitteilung der Ingenieurkammer BW, Stuttgart
Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren arbeiten zum Wohle der am Bau Beteiligten.
Grundlage: Von der EU-Richtlinie abgeleitete Baustellenverordnung
Der Vorstand der Ingenieurkammer Baden-Württemberg unterstützt das anlässlich der in Stuttgart stattgefundenen Fachtagung des Verbands der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren Deutschlands (V.S.G.K. e.V.) gezogene Fazit, dass angesichts zunehmender Gefährdungspotenziale auf den deutschen Baustellen die Beauftragung qualifizierter Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren durch die Bauherren unabdingbar notwendig ist.
Mit der europäischen Angleichung der für den Arbeitsschutz von Beschäftigten einhergehenden Gesetzgebung wurde mit der deutschen Baustellenverordnung der Bauherr als wichtiger Ansprechpartner und auch Verantwortlicher der Baumaßnahmen benannt. Neben den bauausführenden Firmen und den Planungsbeteiligten hat der Bauherr ja direkt Einfluss auf die von ihm geplante Baumaßnahme und dem damit verbundenen Gefährdungspotential während der Errichtung eines Bauwerkes, aber auch für einfache und sichere Instandhaltungsarbeiten während der sich anschließenden Nutzungsphase eines Gebäudes. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine große Produktionshalle oder auch "nur" ein Einfamilienhaus errichtet wird.
Der Verband der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoor dinatoren begleitet durch vielfältige Aktivitäten diesen Prozess der Umsetzung dieser Bauherrenverpflichtung: gute und effiziente Ausbildung der Koordinatoren, Mitarbeit in deutschen und europäischen Gremien zur Harmonisierung von Regularien, Bauherrenberatung, Publikationen und ein breites Angebot an Weiterbildung. Darüber hinaus setzt er sich für eine angemessene Honorierung dieser Koordinatorenleistung sowie eine gegenseitige Anerkennung der Ausbildung in der europäischen Union ein.
Der Vorsitzende des Verbandes, Prof. Dr. Manfred Helmus von der Bergischen Universität Wuppertal, betonte in seiner Eröffnungsrede noch einmal die Vorteile für den Bauherrn, mit Unterstützung durch einen Koordinator durch eine Abstimmung zwischen den am Bau Beteiligten möglichen Unfällen vorzubeugen und damit auch einen ungestörten Bauablauf erreichen zu können. Nicht zuletzt wird durch eine Senkung der Unfallzahlen nicht nur der Bauherr in seinem Ansehen gestärkt, sondern auch für alle Beteiligten durch Verringerung von Versicherungsprämien ein direkter wirtschaftlicher Vorteil erzielt.
Bis zur nächsten Fachtagung, die im April 2008 in Eisenach stattfindet, wird der Verband u.a. den Bundeskoordinatorentag im November 2007 in Berlin mit vorbereiten und weiter in der Öffentlichkeit für eine Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen durch eine frühzeitige Einschaltung eines Koordinators nachhaltig eintreten.
V.i.S.d.P.: Michael Jäger , V.S.G.K. e.V
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